Am 14. November las der deutsche Bestsellerautor Andreas Eschbach in Hamburg aus “Der Nobelpreis”. Ihm zu begegnen war ein besonderes Erlebnis, weil er zu den besten Schriftstellern Deutschlands gehört und verdammt gute Bücher schreibt.


“Am 7. und 8. Oktober fand die Frankfurter Buchmesse statt (sinnigerweise in Frankfurt). Und da Mike und ich uns am Rande für Bücher interessieren, dachten wir uns, wir sehen uns das mal an. Außerdem war kurz vorher unser Skript fertig geworden. Was also lag näher, als auf der Buchmesse den Kontakt zu einer Agentur zu suchen? Also packten wir unsere schönste Sonntagskleidung ein und fuhren, nachdem wir für zwei Tage die Couch im Wohnzimmer meiner Mutter in Ginsheim gebucht hatten, über die Kasseler Berge in die Mainmetropole.

Am Samstag standen wir früh genug auf, um gleich nach der Öffnung das schier endlos große Messegelände betreten zu können. Als erstes suchten wir die Halle 6.1 auf, in denen die Agenturen saßen, was einen Gewaltmarsch bedeutete, der am Einlass der Halle endete, wo man uns mitteilte, dass die anwesenden Agenten nur nach vorheriger Terminabsprache Gespräche führen würden.
Das hätte man vorher wissen müssen!
Eine nette junge Dame am Empfang offerierte uns die Möglichkeit, Agenturen eine schriftliche Mitteilung plus Handynummer zu hinterlassen. Also suchten wir aus einem dicken Buch, in dem scheinbar alle Verlage der Welt standen, sechs oder sieben heraus, die vom literarischen Profil am ehesten zu uns passten und schrieben unser Anliegen plus Kontaktmöglichkeit auf die Rückseiten des Exposés, das ich vor unserer Abreise angefertigt hatte.
Während wir das taten, bemühte sich die nette junge Dame vom Empfang inzwischen persönlich und verschaffte uns einen Termin bei einer sehr freundlichen Agentin, die uns zuvorkommend und ausführlich beriet. Sie überflog unser Exposé und äußerte sich sehr positiv darüber. Zuletzt nahm sie uns persönlich mit zum Stand eines Verlages, wo wir ein paar Worte mit einer Lektorin sprechen konnten, die unser Exposé ebenfalls entgegennahm. Sie meinte, nach der Messe würden sich die Lektoren beraten und eventuell käme man auf uns zurück.

Das war mehr, als wir erwarten konnten! Sehr zufrieden verbrachten wir die restliche Zeit auf der Messe, liefen uns die Hacken ab, sahen ein paar Prominente, und erwarteten vergeblich irgendwelche Giveaways. Keine Kugelschreiber, keine Lesezeichen, keine Yutesäcke (worüber sich Mike überhaupt nicht einkriegen konnte. Genausowenig wie darüber, dass man auf der Buchmesse überall rauchen durfte).

Ansonsten war der Aufenthalt auf der Buchmesse sehr anstrengend, aber auch sehr informativ. Und wir hoffen, dass sich bezüglich unseres Skripts etwas tun wird.
Ein paar Eindrücke könnt Ihr noch unten in der Fotogalerie sehen.”

                                   Sören

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